Wie schreibe ich die perfekte Seminararbeit? Muster finden Sie bei uns!

Jeder Studierende ist im Laufe des Studiums damit konfrontiert: die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit ist die Standard-Methode, um wissenschaftliche Kompetenzen und seinen Lernfortschritt darzustellen. Denn das Verfassen einer Seminararbeit (Muster sollen hier erarbeitet werden) ist das Resultat der Beschäftigung mit einem ausgewählten Thema und schult die Kompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens.

Das Verfassen einer hochwertigen Seminararbeit ist Kernbestandteil und Qualitätskriterium der wissenschaftlichen Ausbildung. So ist es für Studierende wichtig, inhaltliche und formale Erfolgsfaktoren zu kennen, um eine optimale Seminararbeit (Muster gibt es viele) einzureichen.


Seminararbeit: Muster, Definition und Typen

Eine Seminararbeit ist eine vom Studierenden erstellte wissenschaftliche Arbeit und gilt als Prüfungsleistung. Sie verfolgt bestimmte Ziele, „gehorcht“ formalen und inhaltlichen Regeln und ist – neben Klausuren – der zweite Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung. So werden Kompetenzen entwickelt, demonstriert und messbar gemacht. Sie können in Umfang, Themen- und Schwerpunktsetzung variieren und sich auf Seminare oder Vorlesungen beziehen – in Einzelfällen wird das Thema auch frei gewählt. Inhaltlich kann es sich z. B. um Vergleiche bestehender Systeme handeln, die Bewertung bekannter Modelle oder die Darstellung von Entwicklungen unter einem zeit- oder themenspezifischen Fokus.


Ziele der Seminararbeit

Die Wahl einer präzisen Forschungsfrage sowie deren Beantwortung, das Sichten der Literatur, die Entwicklung einer Arbeitsstruktur sowie die Erstellung einer sinnvollen Gliederung sind Ziele und Qualitätsmaßstab einer wissenschaftlichen Arbeit. Zu beachten ist auch die Bewertungsperspektive: der Studierende zeigt, dass er in der Lage ist, wissenschaftliche Inhalte eigenständig zu entwickeln bzw. aufzubereiten und einen wissenschaftlichen Mehrwert zu generieren.

Wissenschaftliches Arbeiten heißt also, eine Fragestellung zu entwickeln und diese unter Darstellung und Rückbezug der relevanten Literatur und wichtigsten Aussagen der entsprechenden Autoren zu beantworten, um „altes“ Wissen darzustellen, einen Überblick zu geben und „neues“ Wissen zu generieren.


Seminararbeit: Muster, Beispiele und Strukturen

Form und Methode sind erfolgsentscheidend – ansonsten macht man sich, übrigens auf Kosten des Ergebnisses, mehr Arbeit. Hierzu gibt es von den Universitäten oftmals Leitfäden, die aber gerade bei jungen Studierenden oftmals eher für Verwirrung sorgen, weil sie mitunter sehr „technisch“ formuliert sind. Sie stellen zwar Qualitäts- und Bewertungskriterien dar, sind aber mitunter keine große Hilfe.


Organisation / Vorbereitung der Seminararbeit

Es ist wichtig, sich frühzeitig Gedanken über ein Thema zu machen, welches für einen selbst von Interesse ist – nur so hat man den nötigen „langen Atem“, um sich in der notwendigen Form mit einem Thema auseinanderzusetzen und schreibt nicht „am Thema vorbei“. Um dieses zu finden, sollte man frühzeitig in der Literatur „stöbern“ – so kann sich das Interesse entwickeln und man bekommt eine Ahnung der möglichen Struktur der eigenen Seminararbeit. Das Thema muss noch nicht „ausgereift“ sein, sollte aber als Vorlage dienen, um das Gespräch mit einem passenden Betreuer zu suchen.

Dieser hilft oftmals bei der thematischen Entwicklung und Forcierung des Themas und ist insofern nicht nur „Benoter“, sondern im Bestfall auch „Sparringspartner“. Aufbauend darauf wird ein Zeitplan erstellt: Hier sollte man genau definieren, wann was zu tun ist – Achtung: Stress gilt es unbedingt zu vermeiden, außerdem sollte man genug Zeit für Nacharbeiten und ein abschließendes Lektorat einplanen.

Pointiert: Literatur sichten, Betreuer suchen, ggf. weitere Literatur erfragen, auf Grundlage des Gesprächs eine erste Gliederung zur Absprache mit dem Dozenten entwickeln, Arbeit schreiben, Lektorat einplanen, Abgabe. Dieses Vorgehen ist effektiv, effizient und bildet die Grundlage für ein gutes Ergebnis.


Seminararbeit: Muster und formale Anforderungen

Neben dem Inhalt ist auch die Form der Seminararbeit erfolgsrelevant. So enthält das Titelblatt, welches in einem klaren Design gehalten werden sollte, (mindestens) die Namen von Universität, Fakultät, Autor und Dozenten, das Datum sowie die Matrikelnummer. Außerdem sollten Sie zu Beginn das Layout bestimmen, ein automatisches Inhaltsverzeichnis zur besseren Übersicht erstellen – überlegen Sie sich auch, ein Zitationsprogramm zu nutzen.


Seminararbeit: Muster der Zitationen beachten!

Erfolgsentscheidend ist, dass Sie sauber mit der richtigen und relevanten Literatur arbeiten. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie korrekt zitieren. Hierzu gibt die Universität teilweise Vorgaben – diese sind in jedem Fall zu beachten. Außerdem müssen Sie konstant bleiben, vermischen Sie unter keinen Umständen verschiedene Zitationssysteme.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Zitationsmethoden – bei freier Wahl ist es letztlich „Geschmackssache“, wofür Sie sich entscheiden. In deutschen wissenschaftlichen Arbeiten wird in der Regel mit Fußnoten zitiert, bei englischen Veröffentlichungen haben sich größtenteils die Harvard- oder APA-Zitation durchgesetzt.

Nur, wenn Sie vollumfänglich, korrekt und einheitlich zitieren, minimieren Sie das Risiko von Plagiaten, also der nicht-legitimen Übernahme von fremdem Gedankengut. Hier sollte man besondere Vorsicht walten lassen, denn Plagiate sind der häufigste Grund, weshalb eine Prüfung nicht bestanden wird.


Strukturelle Ausgestaltung der Seminararbeit

Grundsätzlich besteht eine Seminararbeit aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss (Fazit). Diese bilden eine konsistente Sinneinheit und sind somit „als Ganzes“ zu verstehen.


Einleitung

Hier wird das Thema vorgestellt und in einen größeren Sinnzusammenhang gestellt. Das bedeutet, dass man einen spezifischen Rahmen für den Inhalt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung definiert: dies kann zum Beispiel durch zeitliche oder örtliche Abgrenzung entstehen. Hier gilt: weniger ist mehr, man sollte nicht den Fehler machen, „alles“ behandeln zu wollen.

Aufbauend auf der Themendarstellung, die immer als „Abgrenzung“ zu verstehen ist, stellt man in der Einleitung die Ziele vor: Was möchte man konkret erreichen, welche Fragestellung beantworten? Eine Fragestellung muss sich logisch aus dem dargestellten Thema ergeben und kann zum Beispiel eine Vertiefung sein oder sich auf eine Erkenntnislücke beziehen. Achtung: nur mit einer sauber hergeleiteten Forschungsfrage kann man eine hochwertige wissenschaftliche Arbeit schreiben.

Nachdem man das Thema definiert und die Fragestellung hergeleitet hat, stellt man im letzten Teil der Einleitung die „eigentliche“ Seminararbeit vor. Wie geht man konkret vor, was erreicht man wie, wie ist der Gang der Argumentation? Kurzum: dieser letzte Teil der Einleitung ist eine kurze Zusammenfassung der Struktur des Hauptteils. Achtung: aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Einleitung zum Schluss zu schreiben, denn sonst bezieht sie sich auf etwas, das noch nicht vorhanden ist.


Hauptteil

Dies ist das Herz der Seminararbeit, sowohl quantitativ (etwa 80 % des Gesamtumfangs) als auch qualitativ. Ziel des Hauptteils ist, sich Schritt für Schritt der Beantwortung der Forschungsfrage zu nähern. Hier ist es überaus wichtig, eine klar erkennbare Struktur/Gliederung/Argumentation aufzubauen. Diese sollte bereits in der Gliederung (die ja mit dem Dozenten abgestimmt wird) ersichtlich sein und gibt sowohl dem Schreibenden in der Konzeption als auch dem Lesenden Orientierung. Feste Regeln für eine sinnvolle Argumentation gibt es nicht, es ist jedoch wichtig, einen gewissen „roten Faden“ zu wahren und auf Nachvollziehbarkeit und Prägnanz zu setzen. Führen Sie den Leser „an der Hand“ – Schritt für Schritt durch Ihren gedanklichen Prozess – und implementieren Sie stets die entsprechende Literatur, denn die Sichtung, Auswertung und Nutzung vorhandener Literatur, um den eigenen Standpunkt zu begründen und in einen größeren Kontext zu setzen, ist die Schlüsselkompetenz des wissenschaftlichen Arbeitens.

Achtung: es ist von formaler Seite her überaus wichtig, ein konsistentes Zitationssystem zu wahren, da die Nutzung von Literatur immer die partielle Übernahme fremden Gedankenguts bedeutet. Ob Sie dazu Fußnoten-System(e), APA oder Harvard benutzen, bleibt in der Regel Ihnen überlassen. Wichtig ist lediglich, dass Sie konsistent arbeiten, übernommene Gedanken kennzeichnen, um so der Gefahr von Plagiaten (einer der häufigsten Gründe für Nichtbestehen) vorzubeugen.


Schluss

Der Schluss (Fazit) dient dazu, die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammenzufassen. Der Forschungsteil ist abgeschlossen, es sollen keine neuen Inhalte hinzugefügt werden. Außerdem wird die in der Einleitung vorgestellte Forschungsfrage im Fazit explizit beantwortet. Drittens soll im Fazit auf die Möglichkeit weiterer Forschungsthemen hingewiesen werden: dies kann eine Vertiefung dahingehend darstellen, dass bestimmte, erarbeitete Themen noch weiter behandelt werden müssen, oder eine Erweiterung, da es weitere Fragestellungen und Bereiche gibt, die an die vorliegende Arbeit anschließen.


Zusammenfassung

Erfolgsfaktoren für eine hochwertige wissenschaftliche Arbeit sind eine gute Vorbereitung, die Auswahl eines geeigneten Betreuers, ausreichend Zeit, eine sinnvolle Arbeitsstruktur sowie die Literaturrecherche. Darauf aufbauend kann man ein Thema eingrenzen, eine Fragestellung entwickeln sowie eine Argumentation darstellen, um den eigenen Lernerfolg zu vertiefen und dem betreuenden Dozenten zu demonstrieren, um eine gute (Abschluss-)Note zu sichern. Außerdem ist stets die vollumfängliche, korrekte und konsistente Zitation zu beachten, um Plagiate zu vermeiden und eine gute Seminararbeit einzureichen.