Körpersprache bei der Präsentation

Vortragen und Präsentieren will gelernt sein – kein Ding der Unmöglichkeit. Wie erfolgreich man dabei ist, liegt bis zu 55 % an der Körpersprache und – angeblich – nur bis zu 7 % an dem Gesprochenen selbst. Es lohnt sich also, etwas Vorbereitung und Übung in das Auftreten zu investieren, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen und die „Botschaft“ rüberbringen können.


Offene Körperhaltung

Wenn man in gebückter Haltung, mit nach vorne hängenden oder hochgezogenen Schultern, eventuell mit vor sich verschränkten Armen, etwas vorträgt, ist es schwer, etwas rüberzubringen. Diese Haltung ist nicht nur unästhetisch, sondern signalisiert auch mangelndes Selbstvertrauen.

Also halten wir bei einer Präsentation den Rücken gerade, die Schultern hinten und nach unten gezogen, und nehmen eine offene, gerade Körperhaltung ein. Dadurch wirken wir selbstsicher und können praktischerweise auch besser – da gleichmäßiger – atmen. Das alles hilft, Kompetenz und Ruhe auszustrahlen.


Bitte lächeln

Es gibt ein einfaches Kommunikationsmittel, das Wunder wirken kann: das Lächeln. Es drückt nicht nur unsere positive psychische Einstellung aus, sondern vermag angeblich auch den Stressspiegel der Zuhörer zu senken.

Also lächeln wir ruhig, während wir etwas vortragen, es trägt zum guten Gelingen bei und fördert das eigene Wohlbefinden.


Blickkontakt

Durch den Blickkontakt zum Publikum fühlen sich die Zuhörer angesprochen. Das fördert Aufmerksamkeit und lässt uns selbstbewusster erscheinen. Wenn wir das Publikum nicht ansehen, sondern den Blick auf den Boden richten oder uns in unsere Notizen vertiefen, signalisieren wir mangelndes bis kein Interesse an diesem und offenbaren mangelndes Selbstbewusstsein.

Gestik

Beim Vortragen und Präsentieren darf man ruhig etwas „breitere“ Gesten nutzen. Man sollte das Gesagte mit Hand- und Armbewegungen unterstreichen. So können wir unsere Offenheit und unser Interesse am Publikum zeigen und sogleich dessen Aufmerksamkeit aufrechterhalten. Es ist für die Zuhörer auch angenehmer, einem gestikulierenden Menschen zuzusehen, der durch seine Bewegungen Akzente setzen und die Aufmerksamkeit des Publikums bündeln und lenken kann.


Ruhe bewahren

Wer kennt das Lampenfieber vor dem Auftreten, Präsentieren oder Vortragen nicht? Die Stimme bebt, die Hände zittern, unser Herz „flattert“. Experten meinen, dass man sich auf den großen Auftritt auch mit einfachen Atemübungen vorbereiten kann: Zwei Wochen lang sollte man jeden Tag fünf Minuten lang das gleichmäßige Ein- und Ausatmen üben. Das soll helfen, am Tag der Präsentation die Nervosität zu beherrschen und Ruhe zu „erlangen“.


Bewegung im Raum

Bloß keine Wurzeln schlagen oder sich hinter dem Rednerpult verstecken und daran festklammern. Lieber öfter in Bewegung setzen, ruhig hervorkommen, sich etwas seitlich zum Publikum stellen. Mit der Hand auf der abgewandten Seite können wir den Laptop bedienen oder mit dem Laserpointer auf die Leinwand zeigen und mit dem anderen Arm zum Publikum hin gestikulieren.

Aber nicht übertreiben: Zu viele und schnelle Bewegungen zeigen, dass man sehr gestresst ist, und machen das Publikum nervös. Das lenkt die Aufmerksamkeit beider Parteien vom Gesagten ab.


Sprechtempo und Lautstärke

Grundsätzlich gleichmäßig sollten sie sein. Wenn wir mühsam nach Wörtern suchen oder zu schnell, zu laut oder zu leise sprechen, bleiben wir nicht nur unverständlich – wir signalisieren auch Unsicherheit, mangelnde Fachkompetenz und fehlendes Interesse am Publikum. Außerdem werden wir das Interesse und die Aufmerksamkeit der Zuhörer verlieren, denn wir erschweren ihnen unnötig das Zuhören. Hier hilft auch, wenn wir vorher üben. Vor Freunden oder allein kann man das Vortragen üben und „einspielen“, wie man Sprechtempo und passende Lautstärke optimal wählt.

Aber wir können ab und zu „aus der Reihe tanzen“ und mindestens mit der Lautstärke spielen, um Akzente zu setzen. Dadurch helfen wir dem Publikum nicht nur, unserer Präsentation inhaltlich zu folgen, sondern erleichtern ebenso, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten.